Artikel zum Thema Kunst/Kultur

Jane Birkin – “Ich kenne den Schmerz”5. Juni 2013

coverjane jane2 jane3 jane4 jane5

Journalisten geht das Wort Ikone oft viel zu schnell von der Hand. Wenn es tatsächlich zutrifft, dann reicht seine Kraft kaum mehr aus – wie bei Jane Birkin. Trotzdem: Die gebürtige Engländerin, die spätestens seit ihren lasziven Stöhnorgien auf Serge Gainsbourgs Song „Je t’aime … moi non plus“ weltbekannt wurde, ge- hört bis heute zu den großen weiblichen Ikonen der Popkultur der letzten fünf Jahrzehnte. Berühmt war Birkin aber schon vor „Je t’aime“. Als Model und vor allem als nackte Schöne in Michelangelo Antonionis „Blow up“, der heute zu den wichtigsten Filmen des 20. Jahrhun- derts gezählt wird. Aus dem paneuropäischen Sexsymbol der Sechziger wurde im Laufe der folgenden Jahrzehnte eine angesehene Sängerin, Regisseurin und Schauspielerin, die stets mit den anspruchsvollsten und interessantesten Künstlern arbeitete. Mit Agnes Varda, Alain Rasnais, Jacques Rivette zum Beispiel oder mit Jacques Doillon – dem dritten Mann, den sie heiratete, und der Vater ihrer zweiten Tochter Lou Doillon, mit der sich Jane Birkin in dieser Ausgabe den Titel teilt.

Insgesamt war Jane Birkin dreimal verheiratet. Ihre drei Töchter haben drei verschiedene Väter. Charlotte Gainsbourg ist die Tochter der verstorbenen französischen Chanson-Legende Serge Gainsbourg. Die älteste, die Fotografin Kate Berry, stammt aus ihrer ersten Ehe mit dem ebenfalls verstorbenen Komponisten John Berry. Auch als Mutter ging Jane Birkin nie den geraden Weg, trotzdem sind die Familienbande zu ihren drei kreativen Töchtern eng geflochten. Jane Birkin sagt, dass sie von ihren Töchtern lerne. Lou Doillon brachte ihr bei, wie man „Ich liebe dich“ sagt, erzählt Jane Birkin im Fräulein- Interview. Auch die Neugier hat sie während all der Jahre nie verloren. Das Sendungsbewusst- sein ebenfalls nicht: Neben ihren Filmprojekten möchte sie in Zukunft die Lieder von Serge Gainsbourg ins Deutsche übersetzen lassen, dass noch mehr die Freude und den Schmerz verstehen, der in ihnen steckt.

Frau Birkin, mögen Sie es noch immer, fotografiert zu werden?
Jane Birkin: Ich hatte heute eine wundervolle Zeit mit dem Fotografen. Er war sehr einfühl- sam, voller Energie und kreativ. Es hat großen Spaß gemacht. Ja, ich liebe es, fotografiert zu werden. Besonders weil es nicht oft geschieht. In meiner Wohnung mag ich es besonders gerne, weil ich hier natürlich sein kann. Ich mag es trotzdem, mich zu verwandeln. Im Alltag trage ich immer die gleichen Klamotten. Deshalb finde ich es schön, wenn mir Leute tolle Kleider anzie- hen und ich neue Designer kennenlerne. Aber ich verstehe sowieso nicht, warum die Leute noch Fotos von mir in meinem Alter machen wollen (lacht).

Das ist einfach: Sie sind eine schöne Frau, eine tolle Künstlerin und eine sehr wache Beobachterin unserer Zeit!
JB: Ich habe das Glück, dass mich mein Beruf um die ganze Welt bringt. Kürzlich war ich in Japan und habe an Orten gesungen, wo der Tsunami gewütet hat. Menschen sind mein Leben. Ich werde schlecht gelaunt, wenn ich nicht auf Tour bin, wenn ich nicht singen, nicht spielen kann, sondern zu Hause rumgammle. Gestern habe ich einen tollen Film gesehen, heu- te gehe ich auf ein Konzert, morgen erhält meine Tochter Lou einen Filmpreis. Ich habe Freunde, mit denen ich viel Kultur genieße, dazu meine Töchter und Enkelkinder, die mir ständig neue Welten zeigen. Ich kann nicht stillstehen. Viele Leute ziehen sich mit 66 Jahren zurück. Ich tue das Gegenteil. Bald mache ich einen Film mit Jean Renaud, dann im Herbst „Maggie Smith“ mit Israel Horowitz. Ich bin einfach so froh, aus dem Krankenhaus zu sein und zu leben! (Anmerkung der Redaktion: Jane Birkin litt unter einer Herzbeutelentzündung)

Sie saugen Kultur also richtiggehend auf ?
JB: All meine Freunde sind neugierige Menschen. Sie bringen mich an interessante Orte. Einer meiner Freunde arbeitet an der Oper in Paris. Dann habe ich eine Freundin bei der Oper in London, wo ich vor Kurzem „Matilda“ von Roald Dahl gesehen habe. Ich bin mit meinen Enkelkindern im Eurostar von Paris nach Lon- don gefahren. Es war himmlisch, alle zusammen im Zugabteil. Wenn ich eine tolle Sendung auf Arte sehe, rufe ich Charlotte oder Lou an und sage ihnen: „Schaltet den Fernseher ein!“ Es ist so schön, wenn jemand am anderen Ende der Leitung sitzt und mit dir das Gleiche anschaut.

Kürzlich waren Sie zum ersten Mal zu viert im Fernsehen: Ihre Töchter Kate Berry, Charlotte Gainsbourg, Lou Doillon und Sie.
JB: Ich liebe meine Töchter. Ich habe Enkelkinder zwischen 1 und 26 Jahren. Lou hatte ihr Kind beispielsweise schon mit 19 Jahren – wie ich damals. Und das Schönste: Sie sind alle in meiner Nähe in Paris! Ich schreibe aber meinen Kindern nicht vor, wo sie leben sollen. Wenn sie nach New York ziehen möchten, dann sollen sie es tun. Aber jetzt ist es wunderbar! Auch wenn ich nicht immer eine verfügbare Großmutter sein kann, weil ich oft unterwegs bin. Ich könnte im Moment nicht glücklicher sein: Charlotte ist 40 Jahre alt, Lou ist 30, das passt so wunderbar. Ich höre meine Kinder einmal am Tag und sehe sie ein- bis zweimal pro Woche. Seit 46 Jahren verbringe ich jeden Feiertag mit ihnen. An Ostern habe ich bei Kate zu Hause für 40 Leute gekocht. Es ist großartig, wie meine drei Töchter sich untereinander so gut verstehen und Freundinnen sind. Ich denke, sie haben so viel Spaß. Da kann ich getrost sterben.

Würden Sie nicht viel lieber die Zeit anhalten wollen?
JB: Nein, ich weiß, dass sie da sind. Das macht mich stark. Als ich krank war, haben meine Töchter meine Hand gehalten. Vier Monate lang. Sie waren in dieser Zeit fürsorglich und witzig zugleich. Ich habe viele Fotos von meinen Töchtern zu Hause, aber auch von Serge… Serge ist auch immer da. Aber jetzt, wo ich seine Lieder singe, muss ich ihn nicht mehr jeden Tag vermissen. Es ist jetzt 20 Jahre her. Ich habe seine Stücke kürzlich in Südkorea veröffentlicht. Dort kennen ihn die Leute nicht von früher. Ich habe Serge an so viele Orte mitgenommen – und er hat Standing Ovations erhalten. Wenn man seine Lieder nicht singt, sterben sie. Ich produziere gerne Filme, schreibe gerne – aber nichts ist so schön, wie Serges Lieder 20 Jahre später zu sin- gen. Ich kenne den Schmerz, der ihn inspiriert hat, diese wundervollen Songs zu kreieren. Es sind so viele persönliche Botschaften an mich darin. Ich weiß, wann und wie er sie geschrieben hat, wie er im Studio saß, geweint hat. Es war so schmerzhaft für ihn, dass ich mich so lange schuldig gefühlt habe. Die Menschen verstehen seine Lieder. Nun möchte ich sie auf Englisch und Deutsch übersetzen.

Warum das? Französisch ist doch wunderbar!
JB: Ja, aber ich will, dass alle Menschen seine Texte verstehen. Der Sohn des Mannes meiner Tochter Kate – Ano – hat mit seinen 20 Jahren einen Text von Serge übersetzt. Danach ist er aber bei einem Autounfall gestorben. Schreck- lich (macht eine lange Pause). Serge hat eine neue Sprache erfunden. Deshalb sollte eine junge Person sie übersetzen. Jemand, der keine zu schwere Seele hat, sondern witzig ist. Wow, wenn ich so jemanden treffen würde, würde ich mich sofort verlieben.

Sie erwähnen die versteckten Botschaften in Serges Liedern an Sie. Haben Sie heute Distanz zu seinen Liedern gewonnen?
JB: Die schönsten Lieder hat er geschrieben, nachdem ich ihn verlassen habe. Warum schreiben die Menschen die besten Songs, wenn sie unglücklich sind? Bei Lou war es genauso. Wie Serge gesagt hat: Der Himmel ist langweilig, wenn er blau ist. Er mochte Gewitter. Wenn man glücklich ist, hat man keine Zeit, Lieder zu schreiben. Wenn man glücklich ist, denkt man gar nicht daran. Leider realisiert man immer zu spät, wie glücklich man gewesen ist.

Frau Birkin, Sie schwanken wohl immer zwischen Trauer und Glück?
JB: Auf jeden Fall! Ich kann am Morgen ganz glücklich aufwachen, dann passiert etwas Trau- riges und mein Gemütszustand dreht sich um 180 Grad. Das können kleine Dinge wie ein Foto auslösen. Die meisten Filme sind traurig oder schön. Oder beides gleichzeitig.

Wie gehen Sie mit dieser Achterbahnfahrt um. Wiegen Sie sich gerne in süßer Schwermut?
JB: Es ist nicht falsch, unglücklich zu sein. Und wenn Sie es sind, dann schalten Sie Gustave Malot ein und werden noch sentimentaler. Wa- rum darf man nicht unglücklich sein? Morgen ist wieder ein anderer Tag. Ich wache manchmal von Albträumen auf, weil ich schreckliche Unfälle sehe. Aber das Leben, der Lebensweg ist nie eine Fahrt ins Paradies.

Ist der Weg des Glücks ein langweiliger?
JB: Nimm einfach den Weg, der sich öffnet. Ich habe es früher geliebt, wenn ich mit meiner Mutter die Fähre verpasst habe. Wir hatten unerwartet Zeit füreinander und das war die beste Zeit mir ihr. Weil sie spontan, ehrlich und ungezwungen war. Nichts läuft so, wie du es erwartest. Ein Film wird nicht realisiert, eine Tour wird abgesagt. Dann machst du eben ein Theaterstück. So bin ich beispielsweise sehr stolz auf meinen Film „Boxes“.

Dieser Film zeigt eine Familiengeschichte. Sie spielen selbst mit und auch Ihre Tochter Lou. Ist die Geschichte autobiografisch?
JB: Der Film handelt von einer Mutter-Tochter- Beziehung, gewiss. Es ist aber keine Reflexion über unsere eigene Geschichte. Es hat Geister im Film, der Vater taucht auf. „Boxes“ war mein bester Film bisher. Wenn ich mich in meinen Filmen selber entfalten kann, ist das wunderbar. „Boxes“ war nicht erfolgreich, aber egal. Wichtig ist, dass dieser Film existiert.

Was war die größte Herausforderung für Sie als Mutter?
JB: Als Mutter? Ich war ja nie nur eine Mutter. Lou hatte ihr Kind mit 19 Jahren, genau wie ich mit John Barry. Dann hat er mich verlassen und ich dachte, ich müsste sterben. Ich habe ihn so begehrt, weil er so talentiert war. Ich ging nach Amerika und spielte im Film „Blow up“ diese Nacktszene. Das Leben endet nicht, auch wenn man es manchmal denkt. Ich traf im Anschluss Serge Gainsbourg und mein Leben veränderte sich erneut komplett. Stellen Sie sich vor, John Barry hätte mich nicht verlassen. Ich wäre eine Hausfrau geworden, Suppen kochend und immer von der Angst und Eifersucht um meinen Ehemann geplagt.

Ich kann schwer glauben, dass Sie Hausfrau geworden wären …
JB: Auf jeden Fall! Ich hätte ein bürgerliches Leben geführt und wäre nie nach Frankreich gegangen. Ich hatte damals versucht, die perfek- te Hausfrau zu sein. Kein einziger Film wäre je entstanden. Dann hatte ich mit 25 Jahren meine zweite Tochter, Charlotte – mit Serge zusammen. Viel später wurde dann Lou geboren. Sie ist 16 Jahre jünger als meine erste Tochter. Bei Lou war ich so glücklich, noch einmal Mutter sein zu können. Nicht wie damals mit 19 Jahren, als ich selbst noch ein Teenager war. Ich wurde ehrlicher zu meinen Töchtern, jede hat einen anderen Vater. Für Kate wollte ich immer beste Freundin sein, ich wünschte mir so sehr, dass sie mich liebt, und stellte deshalb keine Regeln auf. Sie fand das verwirrend.

Welche Fehler haben Sie gemacht?
JB: Jedes Kind fragt seine Eltern früher oder später: Bin ich so geworden, wie ihr mich wolltet? Es ist eine ständige Sorge, ob man so wird, wie die Eltern es möchten. Ich habe meine Kinder immer ermutigt, so zu werden, wie sie wollen. Nicht für mich, sondern für sich. Ich war froh, als Charlotte mit zwölf Jahren einen Part in einem Film bekam. Als Kate Designerin werden wollte, habe ich ihr die Adresse von einem Bekannten bei Lanvin gegeben. Jetzt ist sie Fotografin. Ich musste verstehen, dass sich meine Töchter selbst ausdrücken wollten und nicht wie ich eine Rolle spielen wollten. Ich war ja nichts! Keine große Sängerin, keine Schauspielerin, nichts – meine Töchter haben Talent. Ich war einfach für sie da.

Wie sehr hat Sie Ihr Elternhaus geprägt?
JB: Meine Eltern schickten mich auf ein Internat. Das war schlimm, aber ich habe sie nie dafür verantwortlich gemacht. Für meinen Bruder war es gut. Es ist so wichtig zu berücksichtigen, wo- her die Eltern kommen! Meine Mutter kam aus einer Bauernfamilie, sie wollte ein Zuhause und entschied sich deshalb für meinen Vater. Obwohl sie anders war. Mein Vater wollte nie, dass sie Schauspielerin wird. Er war mit dieser schönen Frau zusammen, wollte sie für sich allein. Mein Vater war wundervoll, aber auch egoistisch. Als er starb, war das furchtbar. Kurz zuvor war Serge gestorben. Meine Mutter ging danach aber wieder ins Theater, sie wechselte ihren Namen, hatte eine eigene Show und konnte zum Glück noch 15 Jahre ihres Lebens so sein, wie sie wirklich war.

Was haben Sie von Ihren Kindern gelernt?
JB: Ich lerne jeden Tag. Ich halte mich zurück, dass ich nicht zu lange mit ihnen telefoniere. Sie haben doch ihr eigenes Leben, und ich erzähle dann immer so viel. Lou hat mich gelehrt zu sagen: Ich liebe dich – ohne dass es sich peinlich anfühlt. Das ist eigentlich sehr amerikanisch, aber eben auch schön. Lou hat es ihrem Vater gesagt und mir auch. Ich musste es wirklich lernen, ihr das auch zu sagen. Kate hat mir gesagt: Vergiss die Vergangenheit, rede nicht mehr davon. Charlotte hat mir gezeigt, wie toll man sich um seine Kinder kümmern kann. Alle Mütter wollen Liebe geben – aber ich habe meinen Kindern auch Liebe gegeben, weil sie mir selbst gefehlt hat.

Sind Sie eine bessere Großmutter als Mutter?
JB: Als ich mit meinen Enkelkindern in den Ferien war, haben wir Piraten und Indianer gespielt. Ich war so glücklich wie noch nie – weil ich selbst wieder Kind wurde. So schließt sich der Kreis. Ich will in diesem Sommer die Kinder und Enkelkinder in mein Haus in Britney nehmen und am liebsten nur noch Piraten und Indianer mit ihnen spielen. Wie bei Peter Pan.

Angel Haze

IN DIESEM JAHR IST SIE DIE WICHTIGSTE WEIBLICHE STIMME IM HIP-HOP. DIE WUCHT IHRER TEXTE ZIEHT ANGEL HAZE AUS EINER JUGEND ZWISCHEN MISSBRAUCH UND RELIGIÖSEM FANATISMUS.
Bam! Rapperin Angel Haze ist nicht aufzu- halten. Mit ihren Worten bläst sie die Zuhö- rer weg. Ihre schnellen Wortkaskaden klin- gen düster, zerstört, hart. In Videos tritt sie mit …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 20. Juni 2013

Die Filme von Charles und Ray Eames: Poesie in bewegten Bildern31. Mai 2013

Online-Artikel unter: http://film.fluter.de/de/523/film/11588/

Charles und Ray Eames bei der gemeinsamen Arbeit, 1975 | © akg-images / Erich Lessing

Das Ehepaar Charles und Ray Eames gehört zu den bedeutendsten Designern des 20. Jahrhunderts. Ihre Entwürfe und Möbel stehen millionenfach in Büros, Wohnzimmern oder Cafés – und im Museum of Modern Art, New York. Obwohl die beiden Amerikaner den meisten …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 17. Juni 2013

Kenneth Goldsmith: Wunderbares Chaos26. März 2013

Kenneth Goldsmith beschäftigt sich in seinen Arbeiten vorwiegend mit der Rolle der Sprache im digitalen Zeitalter. Er bewundert Journalismus, der von Maschinen gemacht ist, und empfiehlt seinen Studenten zu stehlen.
Herr Goldsmith, was ist Uncreative Writing?
Meine Studenten lernen zu stehlen und zu lügen. Sie kopieren aus dem Internet, aus Büchern, aus dem Radio. Übersetzen beispielsweise …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 28. April 2013

Milo Manara: Fantasia Land

 
In Paris hat ihn jeder zweite Intellektuelle auf dem Klo liegen. Und selbst Frauen finden seine erotisch-lasziven Pin-up-Comics unwiderstehlich sexy. Wie macht der italienische Alt-68er Milo Manara das bloß?
Haben Sie wie alle Kinder auf dieser Welt oft gezeichnet?
Klar, andauernd. Das Zeichnen ist früh zu meiner großen Leidenschaft geworden. Seit ich denken …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 28. April 2013

A$AP Rocky: Bye-bye Bling-Bling?

 
A$AP Rocky atmet Hip- Hop, sagt er. Sein Vater saß im Knast, der Bruder wurde erschossen. Er gilt als das next big thing! Aber hat er mehr zu bieten als Ferrari zu fahren und über Mode- Labels wie Comme des Garçons und Jil Sander zu rappen?
New York ist die Geburtsstätte des Hip- Hop – und …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 28. April 2013

Carsten Fock: Soldat im Schlachtfeld

Carsten Fock liebt Pop! Er macht T-Shirts, arbeitet mit Bernhard Wilhelm, gestaltet Plattencover und sieht sich trotzdem als ernst zu nehmender Künstler. Dem Titelschriftzug der L’Officiel Hommes verlieh er seine Handschrift.
Carsten Focks Wohnung ist zugestellt mit seinen Bildern. Sie stehen an der Wand, liegen auf dem Boden oder übereinander gestapelt auf Kartonkisten. Er habe hier …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 28. April 2013

Grafik zwischen Tradition und Moderne/The Typographic Revolution20. Februar 2013

 
Grafik zwischen Tradition und Moderne/ The Typographic Revolution
Text: David Torcasso Bilder/Images: Studio Kargah
Die arabische Schrift hat im vergangenen Jahrzehnt eine Modernisierung erlebt: Junge Grafikpioniere wie Peyman Pourhosein und Aria Kasaei vom Studio Kargah in Teheran bringen arabische bzw. persische und lateinische Schrift in experimentellen Ensembles zusammen.
Neben der politischen Revolution des Arabischen Frühlings fand in den vergangenen …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 20. Februar 2013

Hannah Cohen19. Dezember 2012

Als Model wurde Hannah Cohen von Terry Richardson, Richard Prince oder Ryan McGinley fotografiert. Als Sängerin hat die 26-Jährige gerade ihr erstes Album veröffentlicht. Wir haben die New Yorkerin für unsere Rubrik „Das trag’ ich für die Ewigkeit“ gefragt, womit sie am liebsten beerdigt werden möchte. Hannah Cohen wählte ein Kleid aus den dreißiger Jahren …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 12. März 2013

Stilikone Joseph Beuys30. November 2012

David Torcasso Die «Soziale Plastik» war der erweiterte Kunstbegriff des deutschen Jahrhundertkünstlers Joseph Beuys. Er kreierte Kunst, mit welcher er die Gesellschaft verändern wollte. Dabei beschränkte er sich nicht nur auf das materiell vorhandene Œuvre. Auch Kleidung half Beuys, seine Botschaft zu transportieren. In der Performance «Iphigenie/Titus Andronicus», die Beuys 1969 in Frankfurt zeigte, trug …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 16. Januar 2013

Löwenbräu Areal Zürich: Galerien & Aktuelle Ausstellungen24. November 2012

Zürich hat mit dem Löwenbräu Areal ein neues Kunstzentrum. Eine Tour durch die interessantesten Galerien und aktuellen Ausstellungen mit Amelie Schüle von der Galerie Hauser & Wirth.

Eine Tour mit einer Kunstexpertin durch das Löwenbräu Areal
Die 23-jährige Amelie Schüle arbeitet bei der renommierten Schweizer Galerie Hauser & Wirth, die auf dem Löwenbräu-Areal einen neuen Standort eröffnet haben. Begeistert erzählt …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 31. Januar 2013

Löwenbräu-Areal: Aufbruch in der Kunststadt Zürich23. November 2012

Seit drei Monaten ist das neue Löwenbräu-Kunstareal in Zürich geöffnet. Galerien und Kunstmuseen sind hier Tür an Tür. Die grösste Schweizer Stadt erhofft sich mit dem neuen Zentrum für Gegenwartskunst weltweit mehr Bekanntheit zu erlangen.

Löwenbräu Areal: Erst kamen Kunst und Museen dann die Stadt Zürich
Löwenbräu kennt man in der Schweiz seit Jahrzehnten für Biergenuss – …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 31. Januar 2013

Zurück zu den Anfängen19. Oktober 2012

 
Peter Saville, Grafikdesigner von Weltrang, über seine lebenslange Suche nach dem künstlerischen Freiraum

Der Grafik-Pionier Peter Saville schuf weltbekannte Plattenhüllen und Modekampagnen. Heute ist der 57-Jährige Künstler und Creative Director der Stadt Manchester. Eine Begegnung in London.
David Torcasso
Peter Saville ist das, was man mit Fug und Recht eine Legende nennen darf. Mit Plattencovers für stilprägende Bands …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 20. Mai 2013

The Neukölln Arts District in Berlin15. Oktober 2012

http://sssquare.com/en/magazine/2012/neukolln-arts-district-berlin/
Text by David Torcasso, Images by Kevin Fuchs

Neukölln is transforming from a problem area to a thriving arts district with breathtaking speed. Until recently, drugs, violence and poverty made the district one of the German capital’s trouble spots. These days, new cafes, bars, galleries and studios open in Berlin’s hip creative centre every week. Even …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 22. Dezember 2012

“Strippen ist eine Schlacht”24. August 2012

Männerfreundschaft, wackelnde Hintern und das Leben nach der grossen Party: Für uns enthüllte Ex-Stripper “Magic Mike” Channing Tatum alles.

Interview: David Torcasso 

Channing, du hast vor deiner Hollywood-Karriere selber gestrippt und weisst Bescheid: Wie viel Geld macht ein Stripper pro Nacht?
Im Film «Magic Mike» haben wir die Summe etwas aufgebläht. In Wirklichkeit verdiente ich rund 150 Dollar …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 27. August 2012

Bethany Cosentino26. Juni 2012

Bethany Cosentino will auf der ganzen Welt berühmt sein. In den USA ist sie das mit dem rotzigen Surf- Pop ihrer Band Best Coast schon. Jetzt hat sie zusammen mit Urban Outfitters eine eigene Kollektion entworfen.
Foto: Ariane Hosemann, Text: David Torcasso
Bethany Cosentino liebt L.A., und L.A. liebt Bethany Cosentino. “Ich mag Surfen und bin ein Homebuddy, der …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 2. Oktober 2012

Film ab!15. Februar 2012

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Film ab! 
Von David Torcasso, Berlin
Berlinale (9. bis 19. Februar 2012)
Die Berlinale ist mit rund 450 000 Kinobesuchern eines der grösstes Publikumsfestivals der Welt. Jedes Jahr werden bis zu 400 Filme präsentiert. Die erfolgreichsten krönt eine internationale Jury mit dem Goldenen und Silbernen Bären. Die Berlinale ist das Happening in Berlin und versetzt die deutsche Hauptstadt …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 6. März 2012

Beda Achermann – A walk-in sketchbook11. November 2011

INTERVIEW BY DAVID TORCASSO
PHOTOGRAPHY BY WALTER PFEIFFER
Beda Achermann is one of the first creative directors from the Alps to become internationally known. He revolutionized fashion during his time at the German Männer Vogue in Munich in the ‘80s. Later, he transformed boring annual reports into stunning narrative picture books. Up to this day, Beda is …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 17. April 2012

Gentlemen’s Report17. September 2011

David Torcasso erstellte als Blattmacher des zweiten Gentlemen’s Report zahlreiche Texte und redigierte Artikel von anderen Autoren. In enger Zusammenarbeit mit Herausgeber Jeroen van Rooijen und der Agentur DDcom, die für die grafische Umsetzung verantwortlich war, erschien die zweite Ausgabe des Gentlemen’s Report am 17. September 2011 als Beilage der Neuen Zürcher Zeitung.
Gesamtes Magazin ist …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 30. Januar 2012

Polina Semionova22. Juli 2011

Polina Semionova, warum möchten alle Mädchen Ballerina werden?
Sie denken, eine Ballerina sei eine Prinzessin. Wegen den Tutus, die sie tragen oder der Krone. Die eleganten Bewegunge erinnern sie an einen Schmetterling. Îch bin aber keine Prinzessin, sondern wohl eher ein Athlet.
Stimmt, Sie sehen sehr trainiert und kräftig aus…
Ich muss trainiert sein, weil ich ja dauernd …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 6. März 2012

Roman Signer – der Feuerteufel von Appenzell16. Juni 2011

Text: David Torcasso, Bild: John Patrick Walder, Emil Grubenmann, Stefan Rohner
Ein kleines Tal bei Weissbad in Appenzell, am End de Wölt, war der Ausgangspunkt Roman Signers. Obwohl viele seiner Werke dort entstanden sind, ist das Tal weitgehend unbekannt. In Weissbad hat der mittlerweile 71 -Jährige Künstler Inspiration für seine Feuerwerke, Knallereien, speienden Fässer und explodierenden …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 22. Dezember 2012

Philipp Meier3. Februar 2011

Von David Torcasso (Text) und Pascal Grob (Bild)
 

Was ist Dada?
Heute ins Theater oder Museum zu gehen, ist wie Wellness. Dadaismus dagegen will als Kunstform nah bei den Leuten sein und etwas bewegen.
Wie erklären Sie Ihren Kindern, was Sie arbeiten?
Das ist mir etwas peinlich. Als die Kindergartenklasse meines Sohnes einmal im Cabaret Voltaire war, fiel es …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 29. Oktober 2011

Mittelgrosse Acts im Hallenstadion3. Dezember 2010

ZÜRICH. In Zürich gibt es bislang kein Lokal für mittelgrosse Konzerte. Diese Lücke soll nun mit dem Club Hallenstadion geschlossen werden.

Die bekannte Indie-Rockband Gossip spielte gestern Abend vor rund 1800 Zuschauern im seit Monaten ausverkauften X-tra. Die Amerikaner hätten noch mehr Zuschauer angelockt – doch in Zürich gibt es …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 24. April 2011

«Dieser Electro-Shit hat mich nie geflasht»19. November 2010

Baby Genius meldet sich mit neuem Album zurück: selbstbewusst – und nüchtern.

Interview: David Torcasso

Friday: Baby Genius, wie bist du eigentlich auf diesen Namen gekommen?
Baby Genius: Bei meinem ersten Album war ich erst 20. Also noch sehr jung, aber genial (lacht).
Das klingt sehr selbstbewusst.
Vielleicht. Aber gerade das fehlt Schweizer Musikern oft. Viele sagen lieber verlegen: «Ich …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 7. März 2011

Pfingstweide: Kunst-Club wird in Zürich-West eröffnet18. Oktober 2010

ZÜRICH. Partyveranstalter eröffnen in Zürich-West den Club Pfingstweide. Dort gibt es nicht nur Musik, sondern auch Kunst vom Cabaret Voltaire.

«Wir möchten Kunst- und Clubkultur zusammenbringen», sagt Marc Aeschbach, einer der vier Betreiber des neuen Clubs Pfingstweide, der am kommenden Samstag an der Pfingstweidstrasse 12 seine Pforten öffnet. Deshalb bietet der Club am Wochenende nicht nur …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 9. November 2010

“Die Rolle war nicht einfach”15. Oktober 2010

Jungschaupielerin Miriam Stein spielt im Kinofilm «Goethe!» des Dichters Geliebte.

Friday: Du spielst in «Goethe!» dessen junge Geliebte Charlotte Buff. Der Dichter war ja ein ziemlicher Frauenheld. Mein Beileid.
Miriam Stein: So schlimm war Goethe nicht (lacht). Aber tatsächlich: Die Rolle war anspruchsvoll. Ich musste lachen, weinen, schreien. Die Figur ist sehr temperamentvoll.
Welches war die schwierigste Szene …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 27. Juni 2011

Radiofestival holt Sender aus aller Welt nach Zürich31. August 2010

20 Radiosender aus Ibiza, Nairobi oder Schanghai senden ab dem Wochenende am ersten International Radio Festival aus der Limmatstadt – und tragen den Namen Zürich in die Welt hinaus.

Rund 30 Moderatoren von einigen der grössten Radiosender der Welt fliegen am kommenden Wochenende nach Zürich und machen während sechs Tagen im Papiersaal gemeinsam Radio. Mit dabei …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 15. September 2010

Studenten wohnen drei Tage lang im Schaufenster8. August 2010

Drei Kunst- Studenten leben drei Tage in einem Schaufenster an der Langstrasse. Sie möchten damit zeigen, wie es ist, rund um die Uhr erreichbar zu sein.

Passanten an der Langstrasse bleiben plötzlich stehen und blicken verdutzt ins Schaufenster des Kunstraums Perla/College Corner. Darin befinden sich zwei kleine Zimmer mit Pflanzen, Matratzen, Laptops und Büchern. Ans Fenster …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 15. September 2010

Das Zürich Open Air kommt zurück – mit grossen Stars28. April 2010

RÜMLANG. Ende August findet beim Flughafen das Zürich Openair statt. Die Veranstalter erwarten 15 000 Besucher pro Tag.

Diesen Sommer findet wieder ein Openair in Zürich statt – oder besser gesagt in der Nähe des Flughafens auf Gebiet der Gemeinden Rümlang und Opfikon. Vom 27. bis 29. August beehren Stars …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 27. Juni 2011

Junge Zürcher möchten Jumbojet vergraben8. Dezember 2008

Ein junger Zürcher möchte eine globale Kulturbewegung ins Leben rufen. Sein erstes Projekt: einen Jumbojet vergraben.

Der Zürcher Künstler Otmar Trost plant von Zürich aus eine neue weltweite Kulturbewegung: Schon das erste Projekt soll für Aufsehen sorgen: «Wir möchten in den nächsten drei Jahren einen Jumbojet Boeing 747 kaufen und vergraben», sagt der 31-Jährige. Ab 2,50 …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 6. September 2010

Londoner bauen bei Stadtraum HB mit20. Mai 2008

ZÜRICH. Grossstadt-Feeling aus London mitten in Zürich: Das Architekturbüro Caruso St. John aus der englischen Metropole gestaltet einen Teil des Zürcher Stadtraums HB.

Ein öffentlicher Platz mit einem kleinen See, von Bäumen umgeben, lichtdurchflutete Wohnungen, modernste Büroräumlichkeiten, Läden zum Shoppen und Restaurants zum Schlemmen – und das mitten im pulsierenden Zentrum: Das renommierte Architekturbüro Caruso St. …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 6. September 2010

Graffiti als Ursprung von Kunst und Design7. März 2007

Die drei Graffiti-Sprayer Toast, Shark und Z-One sind heute erfolgreiche Unternehmer. Ihre Werke und Projekte sind an der Designmesse Trendboulevard im Maag-Areal zu sehen.
Von David Torcasso
Grau und nackt steht sie da. Die Betonwand im hinteren Teil der Maag-Halle. Eigentlich langweilig. Genau eine solche Betonfläche war lange Zeit die «Leinwand» der Graffiti-Künstler Harun Dogan, Ata Bozaci …

... weiterlesen »

Aktualisiert am 6. September 2010