Artikel zum Thema Gesellschaft

Bühne frei für den Modenachwuchs9. Juli 2013

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Jungtalente – unter ihnen der Schweizer Julian Zigerli – prägen die Berliner Fashion Week. 
Grosse Designer wie Hugo Boss, Escada oder Rena Lange fehlten an der Berliner Fashion Week, die am Sonntag zu Ende ging. Dafür rücken junge Talente in den Fokus.
David Torcasso
Zur Berliner Fashion Week in der «spannendsten Stadt Europas» reisen Designer, Prominente, Modebegeisterte, Einkäufer, Blogger und Journalisten gerne an. Die Besucher sind bunt, die Partys legendär, und die Stadt strotzt vor kreativer Energie. Trotzdem sind grosse Marken wie Hugo Boss, Escada oder Rena Lange diesen Sommer der Fashion Week ferngeblieben. Das umsatzstärkste deutsche Modeunternehmen Hugo Boss nennt als Grund für die Absage ein stärkeres Engagement im asiatischen und amerikanischen Raum. Zwar wird betont, dass Berlin immer noch wichtig sei, eine Rückkehr nicht ausgeschlossen, aber zurzeit andere Märkte bedient würden. Das bedeutet: Berlin ist für internationale Labels nicht wirklich relevant. Die deutsche Hauptstadt hat es noch nicht in die Liga der Modemetropolen geschafft.Doch wenn die mächtigen Labels abwesend sind, erhalten Jungtalente mehr Aufmerksamkeit. Rund 50 Designer zeigten ihre Sommerkollektion 2014 in den Zelten beim Brandenburger Tor, 2500 Modemacher waren es an 15 Messen in ganz Berlin. Als Teil des offiziellen Programms hat dieses Jahr der Schweizer Modedesigner Julian Zigerli für Aufsehen gesorgt.

Für seine Show unter dem Titel «At the End of The World» konnte Zigerli die Künstlerin Katharina Grosse gewinnen. Sie ist bekannt für ihre massiven Farbschattierungen und chromatischen Scherbenhaufen. Wie ähnlich sich die beiden in ihrem Farbfeuerwerk sind, zeigte sich in einer Kreuzberger Galerie.

Künstlerin Grosse bespritzte die Models mit bunten Farbklecksen und belebte den sportlichen Chic von Julian Zigerli zusammen mit den Models zu lebenden Leinwänden. Die Kollektion entfaltete sich wie eine Fata Morgana. Doch nicht nur Zigerli verstand es, seine Kleidung gekonnt in Szene zu setzen. Der deutsche Designer Patrick Mohr präsentierte seine Kollektion «Humans» in einem leerstehenden Warenhaus auch an Menschen aus sozialen Randgruppen mit Behinderungen oder Geschlechtsumwandlung.

Moral und Haltung scheinen diesen Sommer wichtiger denn je zu sein. So verzeichnet die Ethical Fashion Show für Umweltbewusste im Berliner eWerk einen Besucherrekord. Stella McCartney, die neue Botschafterin des Nachwuchsprogramms der Fashion Week, produziert ihre Mode ausschliesslich vegan. Dieses Jahr fand zudem erstmals auch die Übergrössen-Modemesse «Curvy is sexy» statt.

Auf Achse23. März 2013

 

Nicht nur Taxifahrer oder Buschauffeure sind ständig auf Achse. Diese fünf Männer sind immer in Bewegung, weil sie spezielle Fahrzeuge oder Objekte bewegen: Ferraris, Riesenräder, Leichenwagen, Fahrräder oder Lokomotiven.
Text: David Torcasso Fotografie: Yves Suter
Michael Müller, 31 transportiert jeden Tag Leichen durch die Stadt Zürich. Manch-mal bringt ihn sein Beruf sogar in andere Länder, wo er von …

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Aktualisiert am 3. April 2013

ÜBERFLÜSSIG/ÜBERDRÜSSIG — EINE SERIE VON FEHLKÄUFEN9. März 2013

Für Das Magazin von Tages-Anzeiger durfte ich in Zusammenarbeit mit dem einzigartigen Schweizer Fotografen Maurice Haas und dem Studio Andreas Wellnitz in Berlin eine tolle Portraitstrecke über Fehlkäufe realisieren.

 

 

 

 

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Aktualisiert am 11. März 2013

Grafik zwischen Tradition und Moderne/The Typographic Revolution20. Februar 2013

 
Grafik zwischen Tradition und Moderne/ The Typographic Revolution
Text: David Torcasso Bilder/Images: Studio Kargah
Die arabische Schrift hat im vergangenen Jahrzehnt eine Modernisierung erlebt: Junge Grafikpioniere wie Peyman Pourhosein und Aria Kasaei vom Studio Kargah in Teheran bringen arabische bzw. persische und lateinische Schrift in experimentellen Ensembles zusammen.
Neben der politischen Revolution des Arabischen Frühlings fand in den vergangenen …

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Aktualisiert am 20. Februar 2013

Mighty Mittelstand19. Februar 2013

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Aktualisiert am 3. April 2013

I love you (Berlin)13. Februar 2013

Ein visuell schön gemachtes Magazin aus Berlin mit zwei Beiträgen von mir über die Zukunft des 3D-Foodprinters und Künstler Frederic Klein (in Englisch)

 
 

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Aktualisiert am 14. Februar 2013

“Männer warten, bis jeder mit der gleichen Hose herumläuft”1. Februar 2013

Christopher Sanderson sagt Firmen wie Louis Vuitton, wer was in Zukunft kauft. Warum Apple ersetzt wird, das Kondom aber nicht, erklärt der Trendforscher im Interview.
ZEIT ONLINE: Herr Sanderson, braucht man Selbstbewusstsein um die Zukunft vorauszusagen?
Christopher Sanderson: Nein, das hat damit nichts zu tun. Es ist eine Fähigkeit zu verstehen, wie man Tendenzen herausfiltern kann, um ein präzises …

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Aktualisiert am 5. Februar 2013

Buoyant market31. Januar 2013

 
Wooden-hull motorboats were a status symbol on the lakes of Germany’s leafy capital between the world wars; their shape earned them the nickname “Berlin cigars”. Today, Klink & Krüger, a shipyard on the shores of the city’s popular Müggel lake, is restoring these rare luxury ves- sels for aficionados; up to 5,000 man hours are required to …

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Aktualisiert am 31. Januar 2013

Gesucht: Die Blondine in der zweiten Reihe30. Januar 2013

In der Bibliothek in einen attraktiven Menschen verguckt, aber den richtigen Moment verpasst. Oder mal wieder die Schüchternheit nicht überwunden? Sogenanntes Spotting soll Flirt-Angsthasen an Schweizer Unis auf die Sprünge helfen.

David Torcasso

«Süsses Mädchen mit langen braunen Haaren und hellblauem Pulli. Ich sitze dir schon den ganzen Tag gegenüber und hoffe auf ein Zeichen von dir. …

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Aktualisiert am 31. Januar 2013

Kind, wie siehst du nur aus?11. Januar 2013

Die Soziologin Diana Weis hat mit dem Berliner Archiv der Jugendkulturen ein lesenswertes Buch über Geschichte und Gegenwart der Jugendmode publiziert.
David Torcasso

Haben Sie früher eine schwarze Lederjacke als Uniform der Unangepassten getragen? Oder «Doc Martens» mit Hosenträger und Glatze? Trafen Sie sich zu illegalen Partys in Kellern? Oder verkörperten Sie das pure Gegenteil: ein schicker …

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Aktualisiert am 16. Januar 2013

Schweizer Zigaretten-Marke hat in Berlin schon Kultstatus18. Dezember 2012

BERLIN. In Berlin sind die Glimmstängel von Parisienne hip. Die Szene mag das Design und schätzt den tiefen Preis.

Die Deutschen stehen auf die Schweizer Zigarette Parisienne. Im August 2011 wurde sie vor allem im Grenzgebiet des grossen Kantons lanciert. Mittlerweile findet die Zigi aus dem Jura auch in Berlin immer mehr Anhänger.
«Junge, alternative Leute drehen …

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Aktualisiert am 13. Januar 2013

Pioniere des Brettsports24. November 2012

Sie durften mit ihren Brettern auf keinen Skilift, verkauften die ersten Boarder-Klamotten in Europa und haben alle Berge der Welt gestürmt: Fünf Männer, heute Veteranen ihres Sports, haben ihr Leben dem Snowboard gewidmet.
Text: David Torcasso Fotografie: Lorenz Richard
Benny Sacks, 45 ist im Herzen Surfer und eröffnete 1993 den Snowboardshop «Playground in Paradise» im Herzen von St.Moritz.
«Surfen …

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Aktualisiert am 3. April 2013

Die Glücklichmacher16. November 2012

„The Germans“ sucht nach dem Selbstverständnis der jungen Deutschen  

Seit einigen Tagen liegt am Kiosk ein neues Heft namens „The Germans“. Es ist keine Sonderausgabe, die versucht, das Selbstverständnis der wirtschaftlich bestimmenden Nation in Europa zu ergründen, wie sie der britische „Guar- dian“ unter dem Titel „The accidental empire“ herausgab. Das Heft in einer …

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Aktualisiert am 22. Dezember 2012

Wohlsituierte, verträumte Weltläufigkeit8. November 2012

Noch ein Magazin für Großstadt-Bohemiens: “The Germans” will die Stimme derer sein, die in Deutschland leben, aber europäisch denken. Das könnte dem Heft sogar gelingen.
Von David Torcasso
Seit einigen Tagen liegt am Kiosk ein neues Heft namens The Germans. Es ist keine Sonderausgabe, die versucht das Selbstverständnis der zurzeit wirtschaftlich bestimmenden Nation in Europa zu ergründen, wie sie der …

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Aktualisiert am 8. November 2012

Das Glück im kleinen Massstab29. September 2012

Text: David Torcasso Fotografie: Yves Suter
Der ferngesteuerte Helikopter ist die Märklin-Eisenbahn des 21. Jahrhunderts. Fünf Männer zeigen, warum ihre Autos, Flugzeuge, Helikopter oder U-Boote im Miniformat mehr als blosse Spielzeuge sind, dass sie für ein Gemeinschaftsgefühl und Ausgleich im Alltag sorgen.
FLORIAN BAUMANN LÄSST ES GERNE KRACHEN
Als Bub erhielt Florian Baumann von seinem Vater ein Segelflugzeug aus Balsaholz geschenkt. «Ich musste …

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Aktualisiert am 2. Oktober 2012

Back to technology6. Juni 2012

Stephan Sigrist is the founder of W.I.R.E. (Web for Interdisciplinary Research & Expertise), a Zurich based think tank that strives to encourage an interdisciplinary cooperation between theory and praxis. Depending on their varying projects, that cover subjects on society, health, technology or education, W.I.R.E. draws on the knowledge of experts from different fields.
From a trend researcher’s point …

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Aktualisiert am 9. Oktober 2012

Wer ist ein Hipster?23. März 2012

Ein neues Buch versucht, ein kaum greifbares Stilphänomen zu erklären

David Torcasso · Der Hipster ist – oder gibt sich – 16 bis 35 Jahre jung und tummelt sich in Berlin-Neukölln oder New York-Williamsburg, aber auch an der Zürcher Langstrasse. Seine Merkmale sind, unabhängig vom Geschlecht: eine schlaksige Gestalt, enge Röhrenjeans, Hornbrille auf der Nase und …

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Aktualisiert am 19. Oktober 2012

Hautnah10. Dezember 2011

 
 

Leder verkörpert die Sehnsucht nach dem, was die Mode ursprünglich einmal war und was ihr inzwischen abhandengekommen ist: die Handarbeit.
Von David Torcasso/Bilder: Daniel Riera

Kürzlich traf ich in einem Café eine Bekannte. Ich begrüsste sie, war dann aber plötzlich abgelenkt. Ich war nur noch Nase. Ich nahm nichts anderes mehr wahr als diesen Duft. Es war …

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Aktualisiert am 11. Dezember 2011

Glühende Unvernunft3. November 2011

Trotz Verboten, trotz gesundheitlichen Risiken: Viele wollen nicht auf Zigarette und Zigarre verzichten – besonders im Ausgang. Warum bloss? Von einer nächtlichen Tour mit acht Rauchpausen.

von David Torcasso (Text) und Paola Caputo (Bilder)

Hauptbahnhof Zürich, 21 Uhr Anzahl Zigaretten: 3

Am Treffpunkt stehen Jungs mit billigen Wodkaflaschen und einer Kippe im Mundwinkel. Blasse Mädchen mit hohen Pumps …

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Aktualisiert am 3. November 2011

Die Welt ist eine Scheibe – Tablets auf dem Vormarsch26. Oktober 2011

Die Verkäufe von Tablet-Computern werden in den nächsten Jahren explodieren. Das neue digitale Gerät wird unseren Medienkonsum und unsere Art zu arbeiten grundlegend verändern.

Laut Schätzungen sind im vergangenen Jahr weltweit über 20 Millionen Tablet-Computer verkauft worden. Spitzenreiter Apple verkaufte seit der Einführung des iPads im Mai 2010 rund 11 Millionen Stück. Mit einer Bar-Reserve von …

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Aktualisiert am 28. Oktober 2011

Das Turnier der neuen Ritter20. Oktober 2011

Gleich mehrere Lazarusorden buhlen um Anerkenung, zum Beispiel mit einem Charity-Ball in Zürich.

Bedächtig öffnet die Nonne die Pforte, kneift im Sonnenlicht kurz die Augen zusammen und bittet herein. Das Kloster St. Lazarus in Seedorf, Kanton Uri, ist Wirkungsstätte von Benediktinerschwestern. Heute aber hat es einen Gast. An einem Mahagonitisch erhebt sich Philippe Piccapietra, der »Großkanzler …

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Aktualisiert am 30. August 2012

Selbstverständlich selbständig17. Oktober 2011

Immer mehr Menschen machen sich selbstständig und gründen eine Firma oder arbeiten als Freelancer. Die Festanstellung ist besonders in den Großstädten Europas längst nicht mehr der Standard in der Arbeitswelt. Die neue Lust an der Freiheit erfaßt eine Generation von Individualisten.

«Wie möchte ich die Zeit verbringen, bis ich sterbe», fragte sich Christoph Fahle, der Gründer …

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Aktualisiert am 28. Oktober 2011

Gentlemen’s Report17. September 2011

David Torcasso erstellte als Blattmacher des zweiten Gentlemen’s Report zahlreiche Texte und redigierte Artikel von anderen Autoren. In enger Zusammenarbeit mit Herausgeber Jeroen van Rooijen und der Agentur DDcom, die für die grafische Umsetzung verantwortlich war, erschien die zweite Ausgabe des Gentlemen’s Report am 17. September 2011 als Beilage der Neuen Zürcher Zeitung.
Gesamtes Magazin ist …

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Aktualisiert am 30. Januar 2012

Andere Welt8. September 2011

 

Sie bleiben durchschnittlich drei Jahre und lernen die Schweiz kaum kennen. Die Kinder von Expats, globalen Wanderarbeitern im Anzug, bleiben gern unter sich. Besuch in ihrem Refugium, der Privatschule.

Von David Torcasso (Text) und Roland Iselin (Bilder) 
«Ich bin in Chicago geboren, habe in den USA, Spanien, Nigeria, Guatemala, Eritrea, Kenia und in der Schweiz gelebt, besitze …

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Aktualisiert am 26. September 2011

Blackberry/iPhone25. Juni 2011

Einst war klar: Die Geldklasse liebt das Blackberry, und die Kreativ-Kohorte vergöttert das iPhone. Jetzt hat sich die Schlachtordnung geändert.

Die Strasssteine auf Saras Mobiltelefon glitzern in der Sonne. Im Abstand  von wenigen Sekunden hasten ihre lackierten Fingernägel über die Tastatur. Bei der Geschwindigkeit, mit der sie Texte eintippt, könnte sie innerhalb von wenigen Stunden ein …

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Aktualisiert am 7. November 2011

Die Raser von Altstetten1. Juni 2011

Sie brettern mit 300 km/h über die Autobahn, blochen mit 100 durchs Wohnquartier. Unterwegs mit einer Horde Autoverrückter.
Von David Torcasso
Über eine halbe Million Franken in Blech stehen an diesem Freitagabend auf dem Parkplatz in Zürich-Altstetten. Ein Audi RS6, Neupreis 163.000 Franken, 520 PS, ein BMW M5, 150.000 Franken, 550 PS, ein Mercedes AMG, 150.000 Franken, …

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Aktualisiert am 30. August 2012

Das Auge trinkt mit31. Mai 2011

David Torcasso, Zürich
Ein guter Cocktail ist eine Symbiose von Geschmack, Stil und Eleganz. Der Genuss eines Cocktails gibt Abwechslung in einen Abend und steht für gepflegtes Trinken. Innovative Barkeeper in Bars wie Kingsize, Tausend und Trent zaubern gute Cocktails und haben den Drink in Berlin wieder populär gemacht. Das Design des Glases bleibt dabei aber …

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Aktualisiert am 8. Juni 2011

Geniale Würfe älterer Semester20. März 2011

Zwei Schweizer Jungdesigner zapfen die Kreativität von Senioren an. Jetzt eröffnen sie ihre erste Senior Design Factory.

von David Torcasso

Wenn die beiden Designer Benjamin Moser, 27, und Debora Biffi, 31, ihre «Schützlinge» im Altersheim besuchen, um mit ihnen anstehende Projekte zu besprechen, scheinen sie mit ihren Boots, Karohemden und Stiefeletten so gar nicht zu den vergilbten …

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Aktualisiert am 21. März 2011

Stadionwurst3. März 2011

Am Ende ist es Wurscht
FC Basel gegen den FC Zürich. Direkt beim Stadion steige ich mit einer Horde FCZ-Fans aus dem Zug. Die Haltestelle beim Stadion, einige Minuten vor dem  Basler Hauptbahnhof, bemerkt ein Zürcher sonst nie, wenn er etwa an die Art Basel oder zum nahe gelegenen Billigairline-Flughafen fährt. Zwei der ganz wenigen Gelegenheiten …

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Aktualisiert am 24. März 2011

Die neue Masche26. Februar 2011

brand eins 03/2011 – SCHWERPUNKT: Die bewegte Mitte

Die neue Masche
Text: David Torcasso/ Foto: Anne Morgenstern

Zwei junge Designer in Zürich holen sich außergewöhnliche Ideen – bei Altenheimbewohnern. Sie retten damit alte Strickmuster vor dem Vergessen. Und sorgen für Anregung und Beschäftigung.

Staunend halten Benjamin Moser und Debora Biffi den langen Wollschal in den Händen, betrachten ihn genau …

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Aktualisiert am 12. Dezember 2011

Der Party-Pöbel30. Dezember 2010

Zürich will nicht länger die Festhütte der Schweiz sein. Droht der Stadt ein Rückfall ins Spießertum?
Von David Torcasso
Sie wollen schlafen. Zumindest von Mitternacht bis sechs Uhr morgens. »Oder ist das schon zu viel verlangt?« Die Bewohner des Zürcher Niederdorfs sind verzweifelt. Dreißig von ihnen haben sich an diesem Novemberabend im Gemeinschaftszentrum an der Obmannamtsgasse versammelt. …

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Aktualisiert am 30. August 2012

Die Barone des Nachtlebens9. Dezember 2010

In der Zürcher Club- und Ausgangsszene ist derzeit viel in Bewegung. Dabei fällt auf: Es bilden sich auch in der jungen Generation immer mehr Clans. Wer ist mit wem verstrickt? Und welche Rolle nimmt die Stadt dabei ein?
von David Torcasso (Text) und Simon Renggli (Illustrationen)

Wenn Marc Blickenstorfer ruft, kommen sie alle: Sänger Bligg, Wetterfee Cécile …

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Aktualisiert am 20. Dezember 2010

Schlüsselgelder jetzt auch bei Gastro-Lokalen hoch8. Dezember 2010

ZÜRICH. Satte 700 000 Franken Ablösesumme verlangt eine Firma für die Übernahme eines Gastro-Lokals in der Zürcher City. Über diesen hohen Betrag staunt sogar Gastro Zürich.

Nicht nur für Ladenlokale werden in der Zürcher City hohe Schlüsselgelder verlangt – auch wer ein Restaurant übernehmen will, muss inzwischen tief in die Tasche greifen. Für das Restaurant an …

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Aktualisiert am 9. Oktober 2012

Das Ende einer Institution: El Greco muss schliessen9. November 2010

ZÜRICH. Das bekannte Café El Greco am Limmatplatz muss nach 33 Jahren dichtmachen – die Migros hat den Betreibern den Mietvertrag gekündigt.

«Das Café El Greco hat den Limmatplatz entscheidend geprägt – jetzt ist nach 33 Jahren einfach Schluss», sagt Mitinhaber Marco Vassalli enttäuscht. Weil Liegenschaftsbesitzerin Migros den Mietvertrag gekündigt hat, muss das Café mit dem …

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Aktualisiert am 29. Dezember 2010

Was sollen wir denn sonst machen?5. November 2010

Flatrate-Saufen, Ausnüchterungszelle, Pöbeleien: Sieht so eine normale Freitagnacht aus? Friday-Autor David Torcasso wollte es wissen.
Treffpunkt ist der Brezelkönig beim Bahnhof Stadelhofen in Zürich. Schnell noch ein Billett kaufen? Nein, zu kompliziert: Schwarzfahren, Geld sparen. Die Gruppe aus zehn Jugendlichen verteilt sich flink auf den Sitzen. Die Mädchen tragen Röcke und zeigen viel Bein. Ihre Füsse …

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Aktualisiert am 9. November 2010

Wird Schwamendingen trendy?4. November 2010

ZÜRICH. Wird Schwamendingen Zürichs nächstes Trendquartier? Das 10 000 Quadratmeter grosse Amag-Areal soll jedenfalls viele Kreative ins Quartier locken.

«Ich kann mir vorstellen, dass Schwamendingen in einigen Jahren der absolut hippe Ort sein kann», sagte Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) kürzlich. Und die Stadt wird aktiv, um eine Entwicklung in diese Richtung zu ermöglichen: Ab Sommer 2011 …

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Aktualisiert am 27. Juni 2011

Zürcher Flashmob läuft über neues Social Network21. September 2010

ZÜRICH. Das Social Network Foursquare ist auf dem Vormarsch – via App können dessen Nutzer sehen, wo sich ihre Freunde gerade aufhalten. Heute sollen sich möglichst viele Mitglieder vor dem Xenix treffen.

Foursquare soll das nächste grosse Social Network nach Facebook werden: Mittlerweile hat der im März 2009 gegründete Location Based Service rund drei Millionen Mitglieder …

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Aktualisiert am 29. Dezember 2010

Guerilla-Aktion: Pingpong auf dem Paradeplatz13. September 2010

ZÜRICH. Zwei junge Zürcher stellten am Samstagabend auf dem Paradeplatz einen Pingpong-Tisch auf und luden zum Rundlauf.

Die Gruppe japanischer Touristen staunte nicht schlecht, als sie am Samstagabend mitten auf dem Paradeplatz dutzende junge Menschen im Rundlauf Pingpong spielen sah. Dann wurde sie auch noch von Dominique Rohr, dem Initianten des Guerilla-Pingpong, mit einem Schläger zum …

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Aktualisiert am 29. Dezember 2010

Sex in the Bankenstadt11. September 2010

Alle sprechen vom Strassenstrich. Dabei ist Zürich vor allem eine Stadt der Luxus-Prostitution.
Von Sacha Batthyany und David Torcasso
Wenn Nadja durch die Flure der Fünfsternehotels läuft, dann tut sie das geräuschlos, sie kennt die Wege, sie kennt die Farben der Spannteppiche. «Ich mag das Spiegelzimmer im Hotel Widder, ich liebe es, im Dolder zu frühstücken, im Park …

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Aktualisiert am 14. September 2010

Neuartiger Sportspielplatz: Pumptracks liegen im Trend10. September 2010

ZÜRICH. Mit dem Bike über künstliche Hügel kurven: Pumptracking liegt in Zürich im Trend. Jetzt interessiert sich sogar das städtische Sportamt dafür.

Schnell und wendig kurvt BMX-Olympiameister Roger Rinderknecht über eine Holzhügelbahn in der Halle des Puls 5. Um den Rundkurs mit Steilwand zu schaffen, braucht es Kraft, Ausdauer und Konzentration. Bis heute Abend kann man …

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Aktualisiert am 29. Dezember 2010

Spezielle Portale für Schnäppchen bühlen um Zürcher14. Juli 2010

ZÜRICH. Schnäppchen-Plattformen im Internet boomen – und lohnen sich für das lokale Gewerbe. Wirtschaftspsychologe Christian Fichter warnt aber vor den Verlockungen.

Schnäppchenangebote im Internet sind hoch im Kurs. Bereits buhlen über ein halbes Dutzend solcher Plattformen um Zürcher Kunden. Neuerdings auch das weltweit grösste Portal Groupon. Dort kann man Gutscheine erwerben, um beispielsweise in Restaurants zum …

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Aktualisiert am 27. Juni 2011

Yoga-Festival: «Nach dem Ausgang fitter als davor»6. Mai 2010

ZÜRICH. In Zürich findet erstmals ein Yoga-Festival statt. Organisiert von Radiomacher Oliver Scotoni. Neben zahlreichen Yoga-Übungen gibt es aber auch Partys mit Bier und DJs.

Über Auffahrt findet im Papiersaal im Sihlcity das erste Zürcher Yoga-Festival statt: «In der Schweiz betreiben viele Menschen Yoga, aber bisher gab es keinen Anlass, bei dem man sich treffen und …

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Aktualisiert am 29. Dezember 2010

“Viele gehen nur noch bewaffnet in den Ausgang”3. März 2010

Metalldetektoren würden schwarze Schafe abschrecken, sagt der Türsteher eines bekannten Zürcher Clubs.

Um die Sicherheit der Partygäste zu verbessern, rüsten sich immer mehr Clubs mit Metalldetektoren aus. In Zürich wird der Club Q voraussichtlich ein solches Gerät einbauen (20 Minuten berichtete). «Die Partygäste sind aggressiver geworden», bestätigt der 24-jährige J. S. * , Türsteher in einem bekannten Club …

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Aktualisiert am 7. September 2010

Davos: 10 000 Kleber mit Anti-Zürich-Sujet18. Februar 2010

Die Zürcher sind im Bündnerland offenbar unbeliebt: An den Sesselliften in Davos wurden Aufkleber mit zürichfeindlichem Inhalt angebracht, in den Bars werden sie von Einheimischen verspottet.

Die Ferien in Davos können für Zürcher zum Spiessrutenlauf werden: «Auf den Sesselliften sind zürichfeindliche Kleber befestigt, am Ticketschalter machen sich Angestellte der Bergbahnen über uns Zürcher lustig», berichtet Gastrounternehmer …

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Aktualisiert am 15. September 2010

Bars: Kinderwagen unerwünscht5. Februar 2010

Viele Barbetreiber winken ab, wenn Eltern mit Kinderwagen ins Lokal kommen. Gewisse haben gar ein Verbot aufgehängt.

Dienstag nach Feierabend in Zürich-West: Sabine Engler (36) möchte mit einem Freund im Big-Ben-Pub etwas trinken gehen – mit dabei hat sie ihren zwei Monate alten Sohn Cedric. Als der Barkeeper die Mutter mit dem Kinderwagen erblickt, winkt er …

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Aktualisiert am 7. September 2010

“Mädchen trinken, um cool zu sein”20. Januar 2010

Laut einer Studie greifen Mädchen öfter zu Alkohol und Tabak als Jungs. Jugendpsychologe Allan Guggenbühl erklärt die Ursachen.

Mädchen rauchen und trinken mehr als Jungs. Wie erklären Sie sich das?
Allan Guggenbühl: Jungs profilieren sich übers Kiffen, Mädchen trinken, um cool zu sein. Wenn Buben trinken, dann extremer – zack, eine Flasche Wodka. Mädchen konsumieren dafür regelmässiger. …

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Aktualisiert am 7. September 2010

Gossip girls11. Dezember 2009

Für eine Memberkarte schlafen sie mit dem Veranstalter, auf dem Blackberry schreiben sie 500 Messages am Tag, und für Drinks zahlen sie nie. Zwei Szenegroupies erzählen.
Text: David Torcasso

Es wurde viel diskutiert und spekuliert in den vergangenen Wochen. Über böse Clubbesitzer, die Mädchen ausnutzen sollen. Wilde Partys der Jeunesse dorée, bei denen der …

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Aktualisiert am 7. September 2010

Herz auf der Haut14. August 2009

Tattoos sagen mehr aus über den Menschen als seine Kleider. Friday hat die coolsten Tattoo-Fans besucht.
Redaktion: David Torcasso
Was ist das Coolste, das man derzeit haben kann? Einen Blazer mit Monsterschultern? Eine Jeansweste? Knallenge Lederleggins? Alles gut, aber am allermeisten richten sich unsere Augen im Moment auf: Tattoos! Es ist Sommer. Und in den Badis …

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Aktualisiert am 27. Juni 2011

“Ich wurde Escort-Girl, weil ich meinen Bankjob verlor”9. April 2009

Wegen der Krise steigen immer mehr Schweizerinnen ins Sexbusiness ein: 20 Minuten hat mit dem 22-jährigen Escort-Girl Noelle* gesprochen.

Wie bist du Escort-Girl geworden?
Noelle: Ich habe nach der Matur in einer Zürcher Privatbank als Sachbearbeiterin gearbeitet. Letzten November wurde ich entlassen, weil meine Stelle wegrationalisiert wurde. Ich suchte zwei Monate einen neuen Job – vergeblich. Zudem …

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Aktualisiert am 7. September 2010

Prime Tower soll Kreis 5 beleben20. November 2008

Gestern erfolgte die Grundsteinlegung des höchsten Gebäudes von Zürich: Das Quartier hofft, mit dem Bau des Prime Towers dem Kreis 5 Leben einzuhauchen.

Das grosse Interesse an der gestrigen Grundsteinlegung des Prime Towers zeugt von hohen Erwartungen, die Investoren, Gewerbetreibende, die Stadt sowie Anwohner an das höchste Gebäude von Zürich haben. «Es steht als neues Wahrzeichen …

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Aktualisiert am 7. September 2010

Taschenhersteller Freitag setzt aufs Auslandgeschäft30. Oktober 2008

ZÜRICH. Das Accessoire der einstigen Szenis ist bei den heutigen Urbanen weniger gefragt: Freitag sucht sich nun neue Kundschaft im Ausland.

Die Freitag-Tasche galt vor einigen Jahren als Must bei coolen Szenis und prägte das Stadtbild von Zürich wie kein anderes Accessoire. Wer als hip und kreativ galt, hängte sich die Tasche aus alten Lastwagenplanen um …

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Aktualisiert am 7. März 2011

Wie kriege ich eine Frau innert sieben Stunden ins Bett15. September 2008

Frauen, aufgepasst: In einem Kurs für 3730 Franken wollen Männer lernen, wie sie jede Frau aufreissen und ins Bett kriegen können.

Zu ihr hingehen, mit ihr flirten, sie nach Hause nehmen – von dieser Masche träumen viele Männer. Bei den wenigsten scheints zu klappen. Neuerdings sollen auch in Zürich so genannte Pick-up-Kurse Abhilfe schaffen. «Mit der …

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Aktualisiert am 6. September 2010

Unfreiwilliger Totalabsturz12. September 2007

Trinken bis zum Umfallen: Immer mehr Jugendliche enden im Spital. Doch nicht immer durch eigenes Verschulden.
Von David Torcasso
Daniel* hat Geburtstag. Um diesen Tag zu feiern, verabredet er sich am Abend mit seinen besten Freunden in einer Bar. Obwohl diese rappelvoll ist, entschliesst sich die Gruppe, den Abend hier zu verbringen. Es ist Freitagabend: Alle genehmigen …

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Aktualisiert am 6. September 2010

Bunker der Rastlosen26. Juli 2007

Tag und Nacht ist etwas los in dieser Stadt. Man besucht Vernissagen, Previews, Laden- Neueröffnungen, geht in Galerien, Bars, Clubs, besetzte Häuser, verabredet sich zum Essen beim Italiener, notiert sich das Derby, die Einladung, das Wellness-Wochenende, den Besuch aus Berlin, den Besuch in Paris, diverse Shows, Konzerte, Partys, Gigs und Gags in der Agenda.
Text: …

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Aktualisiert am 22. Februar 2011

Die «Villen Kunterbunt» von Zürich26. Mai 2007

Auf einer Rundfahrt hat das stadt.labor drei alternative Wohnprojekte aus der Stadt vorgestellt. Eines davon ist die besetzte Halle in Wiedikon, wo zurzeit rund 40 Personen leben.
Von David Torcasso
Graffiti, Werkbänke, löchrige Sofas, Autoreifen, ein Wald von Pflanzen, unzählige Tücher, Stahlkonstruktionen, die an eine grosse Spinne erinnern, ja sogar drei ausrangierte Traktoren stehen in der «Wohnung» …

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Aktualisiert am 6. September 2010

Den Gegnern geht die Luft aus19. März 2006

Eine Umfrage zeigt: Immer mehr Wirte fordern ein staatliches Rauchverbot

«Ich möchte klipp und klar wissen, was wir tun sollen», sagt Horst Petermann. Der hoch dekorierte Starkoch wünscht sich ein gesetzliches Rauchverbot für Restaurants.
Petermann ist kein Einzelfall. Die SonntagsZeitung sprach mit 151 Wirten, Pächtern und Geschäftsführern von Restaurants und Bars in der ganzen Schweiz; 47 von …

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Aktualisiert am 9. Oktober 2012

Parlamentarier mit Beisshemmungen12. März 2006

Nationalräte, die im Dezember ein Pitbullverbot forderten, fallen reihenweise um

ZüRICH · Nächste Woche müssen sich National- und Ständerat zu einem nationalen Pitbullverbot äussern. Das Parlament steht unter Druck – unter einem selbst auferlegten Druck. Der Bundesrat erklärte sich letzten Freitag als nicht zuständig, ein Verbot von Pitbulls zu erlassen. Er schob die Verantwortung an die …

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Aktualisiert am 9. Oktober 2012