ETH-Start-up schneidert Frauen Jeans auf den Leib
Zwanzig Minuten
29. November 2013

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ZÜRICH. Ausgeklügelte Algorithmen: Ein Zürcher Start-up will Frauen den Frust nehmen, nie die passende Jeans zu finden.

«Frauen probieren im Durchschnitt 15 bis 20 Paar Jeans an, bis sie sich entscheiden können», sagt ETH-Absolvent Andreas Guggenbühl. Doch mit der nervenaufreibenden Suche nach der passenden Hose soll nun Schluss sein. Zusammen mit seinem Studienkollegen Michael Berli bietet Guggenbühl unter dem neuen Label Selfnation massgeschneiderte Jeans für Frauen an. «Dank zwei von uns entwickelten Algorithmen können wir die Masse der Frau in ein 3-D-Modell projizieren und daraus ein Schnittmuster berechnen.» Das spare Kosten und Zeit. Die Käuferinnen brauchen bloss einige Masse ihres Unterkörpers anzugeben und zehn Tage später wird die in Deutschland produzierte Jeans in der gewünschten Passform geliefert – für rund 220 Franken.

Guggenbühl und Berli studierten an der ETH Maschinenbau und Informatik. «Wir haben uns schon immer für Mode interessiert, aber genauso für Technologie», sagen die beiden 25-jährigen Unternehmer. Den Algorithmus probierten sie an über hundert Frauen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis aus, bis er einwandfrei funktionierte. Und Zürich sei nur der Anfang. Guggenbühl: «Märkte wie Deutschland oder UK sind ebenfalls interessant für unser Angebot.»

David Torcasso

Passgenaue Schuhe gibts schon

ZÜRICH. Während eine passgenaue Jeans erst seit Kurzem erhältlich ist, sind Pendants für die Füsse schon länger im Angebot. Risch Shoes heisst die Firma und hat ihren Sitz in Zürich. Das Ganze funktioniert wie folgt: Im Anfang November neu eröffneten Showroom in Wiedikon an der Grubenstrasse 45 lässt man zuerst seine Füsse scannen. Anschliessend wählt man aus der Kollektion einen Schuh aus. In Florenz werden gemäss den Scannerdaten hernach ein Paar Schuhe hergestellt, die genau passen. rom

Aktualisiert am 29. November 2013

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