Schweizer Zigaretten-Marke hat in Berlin schon Kultstatus
Zwanzig Minuten
18. Dezember 2012

BERLIN. In Berlin sind die Glimmstängel von Parisienne hip. Die Szene mag das Design und schätzt den tiefen Preis.

Die Deutschen stehen auf die Schweizer Zigarette Parisienne. Im August 2011 wurde sie vor allem im Grenzgebiet des grossen Kantons lanciert. Mittlerweile findet die Zigi aus dem Jura auch in Berlin immer mehr Anhänger.

«Junge, alternative Leute drehen sich ihre Zigaretten selbst – oder sie kaufen Parisienne, weil das keine grosse bekannte amerikanische Marke ist», so das Fazit von Ulas Ballikaya, dessen Laden in Berlin-Kreuzberg steht. Der Grossteil der Käufer seien Männer bis 35 Jahre.

«Wir haben Parisienne vor rund einem halben Jahr ins Sortiment genommen. Seither verkaufen wir immer mehr», erzählt Gürkun Kahyoglu. Sein 24-Stunden-Shop Leine 6 steht in Neukölln. «Ich finde den Namen der Marke sexy. Der passt zu mir. Auch die Grafik der Verpackung gefällt mir», sagt etwa Frederic Klein, Kunststudent aus Amsterdam. Dass Parisienne eine Szenemarke ist, bestätigt auch Tonislav Kostic vom Urban Kiosk im U-Bahnhof Kottbusser Tor. Seit acht Monaten bietet er die Zigaretten an. Die Nachfrage sei gross. «Besonders am Donnerstag und Samstag nach Mitternacht.»

Doch sexy Name hin, cooles Design her. Parisienne hat in den Läden Berlins noch ein anderes, unschlagbares Verkaufsargument: den Preis. Ein Päckchen kostet 4.60 Euro, rund 30 Cent weniger als die gängigen Marken. David Torcasso

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Aktualisiert am 13. Januar 2013

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