Der Pop-up-Trend greift nun auf Hotels über
Zwanzig Minuten
25. Juli 2012

MYKONOS. Egal ob bei Shops, Clubs, Restaurants oder Museen –Pop-up liegt im Trend. Jetzt hat der Spass auf Zeit auch die Hotelbranche erreicht. Wie etwa das San Giorgio auf Mykonos. Das griechische Eiland ist als Partyinsel bekannt – doch in letzter Zeit etwas eingerostet. Wie auch das Hotel San Giorgio. Obwohl das kleine Resort gleich neben dem traumhaften Paradise Beach mit Blick aufs offene Meer liegt, war es ein Hotel wie tausende andere Herbergen in Griechenland: etwas lotterig, austauschbar und bisweilen mit mangelhaftem Service. Bis das Berliner Reiselabel Designhotels sich des Hauses angenommen hat: Das alte Interieur wurde durch warme Holzmöbel ersetzt.

In der Lobby finden sich Apple- Produkte und glänzende Designbücher. Das Servicepersonal ist jung und hübsch, das Essen lokal und bio – und es gibt WLAN in jedem Zimmer. Ein VIP-Eintritt im In-Club Paradise ist ebenfalls inbegriffen. Das tiefblaue Meer, Palmen und Sonne sind eben nur eine nette Begleiterscheinung. Das wahre Highlight sind die Menschen selbst: Am Hotelpool treffen Werber auf Künstler, Models auf Hippies und alle tauschen sich bis in die späte Nacht aus. Aber nicht mehr lange: Mitte Oktober schliesst das Pop-up-Hotel seine Pforten. David Torcasso

Aktualisiert am 30. Juli 2012